Erstes Wappen für Schlagsdorf
Bürgerfest zur Grenzöffnung vor 20 Jahren
Schlagbrügge – Bereits ein Wochenende vor den Ratzeburgern feierten an die 350 Bürger, die rund um die kleine Ortschaft Schlagbrügge wohnen gemeinsam den Mauerfall vor 20 Jahren. Das Fest wurde durch die beiden Ämter Rehna und Lauenburgische Seen organisiert.
Christian Nimtz
 Etwa 350 Bürger marschierten bei dem Sternmarsch zum Beginn der Feier zum 20. Jahrestag der Deutsch-Deutschen Grenzöffnung mit. Begonnen hatte das Bürgerfest
abends mit einem großen
Sternmarsch. Zahlreiche Bürger
der Dörfer Utecht, Mechow,
Thandorf, Römnitz,
Schlagsdorf, Schlagbrügge,
Ziethen, Groß Molzahn, Bäk,
Wietingsbek und Rieps versammelten
sich an den drei
Treffpunkten in Wietingsbek,
Groß Molzahn und Schlagsdorf.
Von dort aus marschierten
die Leute mit ihren Fackeln,
die in der Dunkelheit
loderten, in Begleitung der
örtlichen Feuerwehr in Richtung
der festlich geschmückten
Reithalle von Familie Hagen
in Schlagbrügge. Die musikalische
Umrahmung der
Veranstaltung übernahm die
Blaskapelle Utecht.
Der Amtsvorsteher des Amtes
Lauenburgische Seen, Martin
Fischer, eröffnete dann mit
seiner Festansprache zum 20.
Jahrestag der Deutsch-Deutschen
Grenzöffnung das Bürgerfest.
Er begrüßte zunächst
unter andern den Bundestagsabgeordneten
Norbert
Brackmann, Kreispräsident
Meinhard Füllner, den stellvertretenden
Landrat Gerhard
Rappen, Bürgervorsteher
Ottfried Feußner sowie die
zahlreichen Bürgermeister der
umliegenden Gemeinden. Robert
Paepelow erinnerte in
seiner Rede an ein tragisches
Großfeuer im April 1960 in
Schlagbrügge, als die Ratzeburger
Feuerwehr zum Helfen
kommen wollte, aber zum
Scheitern verurteilt war.
„Obwohl große Teile des Dorfes
gebrannt haben, wurde der
damalige Ratzeburger Wehrführer
Ernst Steffen mit seiner
freiwilligen Mannschaft von
zwei Volkspolizisten mit den
Worten „das Feuer bekommen
wir schon alleine in den Griff“
an der Innerdeutschen Grenze
in Wietingsbek abgewiesen“.
Zum Schluss kam der stellvertretende
Landrat Gerhard
Rappen des Kreises Nordwestmecklenburg
an Redenerpult
und brachte ein Geschenk
an Schlagsdorfs Bürgermeister
Ingo Melchin mit.
Zum 20. länderübergreifenden
Bürgerfest überreichte er
der Gemeinde ihr erstes Wappen
mit dem dazu gehörigen
Wappenbrief des Landes
Mecklenburg-Vorpommern.
„Ich bedanke mich an dieser
Stelle recht herzlich noch
einmal bei Steffen Wramp,
Stefan Becker und Host
Oschätzky vom Förderverein,
ohne deren Idee wir heute
nicht so ein schönes Wappen
hätten“, sagte Ingo Melchin.
Zum Schluss übergab Ingo
Melchin Wehrführer Volker
Urban noch die neuen Ärmelabzeichen
mit dem ersten
Wappen der Gemeinde für die
Mitglieder der Feuerwehr
Schlagsdorf. |