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Ratzeburger Markt vom 11.11.2009 Drucken E-Mail

Erstes Wappen für Schlagsdorf

Bürgerfest zur Grenzöffnung vor 20 Jahren

Schlagbrügge – Bereits ein Wochenende vor den Ratzeburgern feierten an die 350 Bürger, die rund um die kleine Ortschaft Schlagbrügge wohnen gemeinsam den Mauerfall vor 20 Jahren. Das Fest wurde durch die beiden Ämter Rehna und Lauenburgische Seen organisiert.

Christian Nimtz

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Etwa 350 Bürger marschierten bei dem
Sternmarsch zum Beginn der Feier zum
20. Jahrestag der Deutsch-Deutschen
Grenzöffnung mit.
Begonnen hatte das Bürgerfest abends mit einem großen Sternmarsch. Zahlreiche Bürger der Dörfer Utecht, Mechow, Thandorf, Römnitz, Schlagsdorf, Schlagbrügge, Ziethen, Groß Molzahn, Bäk, Wietingsbek und Rieps versammelten sich an den drei Treffpunkten in Wietingsbek, Groß Molzahn und Schlagsdorf. Von dort aus marschierten die Leute mit ihren Fackeln, die in der Dunkelheit loderten, in Begleitung der örtlichen Feuerwehr in Richtung der festlich geschmückten Reithalle von Familie Hagen in Schlagbrügge. Die musikalische Umrahmung der Veranstaltung übernahm die Blaskapelle Utecht.

Der Amtsvorsteher des Amtes Lauenburgische Seen, Martin Fischer, eröffnete dann mit seiner Festansprache zum 20. Jahrestag der Deutsch-Deutschen Grenzöffnung das Bürgerfest. Er begrüßte zunächst unter andern den Bundestagsabgeordneten Norbert Brackmann, Kreispräsident Meinhard Füllner, den stellvertretenden Landrat Gerhard Rappen, Bürgervorsteher Ottfried Feußner sowie die zahlreichen Bürgermeister der umliegenden Gemeinden. Robert Paepelow erinnerte in seiner Rede an ein tragisches Großfeuer im April 1960 in Schlagbrügge, als die Ratzeburger Feuerwehr zum Helfen kommen wollte, aber zum Scheitern verurteilt war. „Obwohl große Teile des Dorfes gebrannt haben, wurde der damalige Ratzeburger Wehrführer Ernst Steffen mit seiner freiwilligen Mannschaft von zwei Volkspolizisten mit den Worten „das Feuer bekommen wir schon alleine in den Griff“ an der Innerdeutschen Grenze in Wietingsbek abgewiesen“.

Zum Schluss kam der stellvertretende Landrat Gerhard Rappen des Kreises Nordwestmecklenburg an Redenerpult und brachte ein Geschenk an Schlagsdorfs Bürgermeister Ingo Melchin mit. Zum 20. länderübergreifenden Bürgerfest überreichte er der Gemeinde ihr erstes Wappen mit dem dazu gehörigen Wappenbrief des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

„Ich bedanke mich an dieser Stelle recht herzlich noch einmal bei Steffen Wramp, Stefan Becker und Host Oschätzky vom Förderverein, ohne deren Idee wir heute nicht so ein schönes Wappen hätten“, sagte Ingo Melchin. Zum Schluss übergab Ingo Melchin Wehrführer Volker Urban noch die neuen Ärmelabzeichen mit dem ersten Wappen der Gemeinde für die Mitglieder der Feuerwehr Schlagsdorf.

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